Ich war schon lange nicht völlig zufrieden mit meiner schönen Alu-Tastatur von Apple. Zum Programmieren wichtige Symbole - „[]|{}\˜“ - waren nicht aufgedruckt, und das Tippen war ganz OK, mehr aber auch nicht. Das Corona-bedingte Homeoffice gab den Ausschlag: Etwas Besseres musste her.

Was für eine Tastatur sollte es denn sein?

  • Aufgedruckte Sonderzeichen oder genug Platz über der Reihe mit den Zifferntasten, um sie dort hinzumalen, oder einen Papierstreifen mit ihnen dort anzubringen.
  • Eine mechanische Tastatur. Gefühllose „Rubber Domes“ oder die nicht ganz überzeugenden Scherentastaturen kamen nicht in Frage.
  • Keine Windows-Tastaturen. Mit entsprechenden Tools - z.B. Ukulele oder Karabiner-Elements - kann man sie zwar an den Mac anpassen. Aber das hätte Irritationen bei den anderen Benutzern meines Mac verursachen können. Außerdem half es, die Auswahl klein zu halten.
  • Ein akzeptabler Preis. 100 Euro, eventuell noch 150, aber auf keinen Fall mehr.

Die Suche nach so einer Tastatur wurde zu einem größeren Projekt als erwartet. In den kommenden Posts berichte ich über die einzelnen Tastaturen, die ich ausprobieren konnte, meine Eindrücke von ihnen und ihre Vor- und ihre Nachteile. Dazu kommen noch ein paar weitere Erfahrungen und Projekte, die im Rahmen der Suche anfielen.

9 Tastaturen in einer Reihe

Die neun getesteten Tastaturen (Anklicken zum Vergrößern)

In meinen Händen hatte ich (Auf dem Bild von links nach rechts):

Einige der getesteten Tastaturen sind an sich zu teuer, aber ich konnte sie gebraucht ergattern.

Die SpeedLink und die Acer Versato liefen als Windows-Tastaturen außer Konkurrenz mit. Die SpeedLink war für einen Raspberry Pi bestimmt; die Acer bekam ich sehr billig gebraucht, und ersetzt jetzt die SpeedLink. Beide Tastaturen sind auch nicht mechanisch, und kommen vom Tippgefühl her mit den anderen nicht mit. Ich habe Videos mit den Tippgeräuschen der SpeedLink und der Acer auf YouTube hochgeladen.

Es gab noch folgende potentielle Kandidaten:

  • Azio - Die MK Mac USB gibt es leider nicht mit deutschem Layout. Und die MK Retro-Modelle sind etwas zu teuer; auch sind sie nach den YouTube-Test-Videos eher laut.
  • Unicomp - Buckling Spring Keyboard Spacesaver Mac - Die Cherry MX Blue Schalter waren mir bereits zu laut, und diese Neuauflage der IBM Model M ist nicht für ihren leisen Sound bekannt.
  • Keychron - Die Modelle von Keychron versprachen, auch nicht leiser zu sein. Und die meisten Exemplare haben keinen Zehnerblock - ein Muss für mich! Das einzige Modell mit numerischer Tastatur verschränkt die Cursor-Tasten mit Ziffernblock. Ergebnis: Statt der doppelt breiten Null normaler Tastaturen ist links unten der Rechtspfeil und daneben die Null. Fehlerträchtig, wenn man wie gewohnt blind Zahlen eintippen will!

Andere Keyboards kamen wegen ihres Preises nicht in die Auswahl.



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